veröffentlicht am Dienstag, 06.09.2016


Am 25. September darf mit gutem Gewissen Ja gesagt werden zum Ausstieg aus HarmoS. Fakt  ist, HarmoS ist gescheitert, da von den sieben Ostschweizer Kantonen nur gerade zwei im Konkordat dabei sind. Wie soll da eine Harmonisierung in der VolksSchulstufe erreicht werden? Schon jetzt hat jeder Kanton seine eigenen Regeln z.B. was den Fremdsprachenunterricht angeht. Eine Umfrage im SG-Lehrerverband hat ergeben, dass die Mehrheit der Lehrer nur eine Fremdsprache in der Primarstufe wünscht. Die Lehrer sehen vor Ort, wie die Schüler überfordert sind. Es darf nicht sein, dass Schüler, lernzielbefreit den Fremdsprachenunterricht schon in der Primarschule besuchen!

Die Drohung, dass wenn wir aussteigen der Bund sich in die Kantonalen Schulhoheiten einmischen wird, kann doch nicht ernst genommen werden. Warum wurde der Bund nicht aktiv, bei den Kantonen, die nicht im HarmoS-Konkordat sind? Weiter ist zu hoffen, die kantonalen Bildungsdirektoren (D-EDK) können sich genügend stark machen, um sich für die Einhaltung der Bundesverfassung ohne HarmoS Zwang einzusetzen.

So ist einmal mehr zu sagen: HarmoS ist zum Scheitern verurteilt, HarmoS hat am Ziel vorbeigeschossen. Das Ziel einer guten Volksschule ist ohne das HarmoS Konkordat besser zu erreichen.  Darum, Ja zum Ausstieg aus HarmoS.

Ursula Egli, Rossrüti